BMX

BMX ist die Abkürzung für Bicycle Motocross, wobei das X für das englische Wort cross (‚Kreuz‘ bzw. ‚kreuzen‘, ‚durchqueren‘) steht. Es handelt sich dabei um eine Ende der 1960er-Jahre in den USA entstandene Sportart, bei der Sportler auf einem 20″-Fahrrad (20-Zoll-Laufräder) verschiedene Tricks oder Stunts ausführen. Der Vorläufer des BMX war Anfang der 1960er-Jahre das sogenannte Sting-Ray-Fahrrad („Stachelrochen“), welches in weiterentwickelter Form in den 1970ern als Bonanzarad nach Europa kam. Bereits mit diesen Sting-Rays trugen Jugendliche in den USA einen mit Sprüngen und Steilkurven versehenen, etwa 400 Meter langen Sandkurs im Kopf-an-Kopf-Rennen gegen sieben Kontrahenten aus. Da die Fahrräder für diesen harten Einsatz eigentlich nicht konzipiert waren, entwickelte man statisch stabilere Rahmen, behielt jedoch den hohen Lenker und das 20-Zoll-Felgenmaß bei: Das erste „echte“ BMX-Fahrrad war geboren. BMX-Räder waren Anfang der 1980er-Jahre bei Kindern und Jugendlichen als Fahrrad sehr in Mode.

BMX heute

BMX-Räder traten unter anderem in den sehr bekannt gewordenen Kinofilmen BMX Bandits und E.T. in Erscheinung, und gewannen 1996 durch die amerikanischen Extreme Games (später X-Games) weiter an Popularität. Heute hat sich der Sport mit zwei internationalen, von Fahrern organisierten und akzeptierten Wettbewerbsserien etabliert und wird von einer ganzen Industrie getragen, die sich weitgehend vom konventionellen Fahrradmarkt abgeschottet hat und zum Großteil von Fahrern selbst betrieben wird.

Bekannte BMX-Fahrer

Einer der bedeutendsten BMX-Fahrer, der die Sportart in einigen Bereichen stark weiterentwickelt hat, ist Mat Hoffman. Der Amerikaner aus Oklahoma City hat eine Vielzahl an Tricks erfunden und auf dem Höhepunkt seiner Karriere nahezu alle Wettbewerbe gewonnen. Heute ist Hoffman Inhaber der BMX-Marke Hoffman Bikes.

In Deutschland zählen Stephan Prantl und Thomas Stellwag zu Sportlern „der ersten Stunde“ und machten BMX im Deutschland der 1980er- und 1990er-Jahren bekannt. Markus Wilke,der mehrfache Weltmeister, Europameister und Deutsche Meister, gewann im Jahr 2000 die X-Games-Medaille in Silber. Er war zu dieser Zeit einer der wenigen Deutschen Fahrer, die Weltklasse fuhren und zu internationalen Ruhm gelangten.

In Österreich sind Benno Hankowetz (Ex-Weltmeister in der Disziplin Miniramp, Teilnehmer bei den X-Games, Best Trick bei den X-Games), Michael Sommer (Weltmeister im Jahr 2005 in der Disziplin Flatland) sowie Thomas Zronek (Street), Markus Humer (Dirt), Gregor Waldner (Street/Vert/Flatland), Senad Grosic (Park) und Nikolaus Ratay (Dirt) die bekannten Größen.

Zu den bekanntesten weiblichen BMX-Fahrerinnen gehören Nina Buitrago (USA), Cory Coffey (USA), Camila Harambour (ARG), Laura Smulders (NED), Angie Marino (USA), Mini Park (SKO), Mariana Pajón (KOL), Zandile Mkwanazi (GER) und Rebecca Berg (GER).

Durch die Verbreitungsmöglichkeiten des Internets sind viele hochkompetente BMX-Fahrer bekannt; an dieser Stelle können sie jedoch nicht alle genannt werden.

Medien

Die wichtigsten Fachmagazine für den Freestyle-Bereich auf dem deutschen Markt sind Freedombmx und Zwanzig Zoll. Darüber hinaus gibt es für die BMX-Race-Szene ein Magazin namens BMX – Das Neueste, das es nur auf den Race-Wettkämpfen zu kaufen gibt. Für den Bereich Trainingslehre im BMX Rennsport gibt es ein Trainingsskript. In der Zeitschrift BMX-Rider werden ebenfalls die News der Szene ausgetauscht.

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