Streetdance

 

Breakdance, Breaking, B-Boying bzw. B-Girling ist eine ursprünglich auf der Straße ausgeführte Tanzform, die als Teil der Hip-Hop-Bewegung unter afroamerikanischen Jugendlichen in Manhatten und der südlichen Bronx im New York der frühen 1970er Jahre entstanden ist. Getanzt wird zu Pop, Funk oder Hip Hop. Für viele Jugendliche bot B-Boying, wie es in den 1970er und frühen 1980er Jahren genannt wurde, eine Alternative zur Gewalt der städtischen Straßen-Gangs. Heute fordert Breakdance eine hohe Disziplin von den Tänzern, die oft über athletische Fähigkeiten verfügen müssen. Breakdance ist heute eine weltweit verbreitete und anerkannte Tanzform. Die Breakdance-Kultur begreift sich als frei von Grenzen der Rasse, des Geschlechts oder des Alters.

Die Wurzeln des B-Boying (so wurde Breakdance ursprünglicherweise genannt) reichen bis nach 1969 zurück. Voraussetzung für die Entstehung des B-Boying war die durch Kriminalität geprägte sozio-ökonomische Lage der Ghettos von New York. Der Tanz war eine Interpretation der Spannung und der Gewalt zwischen den städtischen Staßenbanden.

Die Tänzer ließen sich auf den Boden fallen, um sich dort zu drehen und passend zur Musik wieder hoch zu springen. Die spätere Bezeichnung B-Boys für die Tänzer - und somit B-Boying für den Tanz - soll auf den damals in New York sehr populären Kool Dj Herc zurückgehen, der die Tänzer B (wie Break)-Boys nannte, weil sie für ihre besonderen Aktionen die von den DJs ausgedehnten Instrumental-Breaks nutzten. 

1983 wurde B-Boying mit dem Film Flashdance der breiten Öffentlichkeit vorgestellt und erlangte dadurch innerhalb kürzester Zeit weltweit Bekanntheit.In Europa und Deutschland wurde B-Boying vor allem durch den 1984 veröffentlichten Film Beat Street bekannt.

 

 

Die verschiedenen Tanzstile

 

Die Tänze B-Boying, Locking, Popping und Electric Boogie werden heute fälschlicherweise als Breakdance zusammengefasst. Im eigentlichen Sinne ist Breakdance lediglich ein Synonym für B-Boying.

B-Boying

Der Erfinder des B-Boying ist unbekannt. Vermutlich ist der Tanz nicht einer einzigen Person zuzuschreiben. Ursprungsort des Tanzes ist New York. In seiner Entstehung wurde der Tanz maßgeblich vom Rocking, diversen James Brown-Tanzschritten, dem Bodenturnen, sowie den damals populären Kung-Fu-Filmen geprägt. Zu den wesentlichen Elementen des B-Boying zählen

  • Top Rocking (das Tanzen im Stehen),
  • Footworks (das Tanzen auf dem Boden),
  • Freezes (das Verharren in einer möglichst eindrucksvollen Position) und
  • Powermoves (das Rotieren auf einer Körperstelle oder entlang einer Körperachse)
  • Locking (wildes Gestikulieren, was Marionetten- oder Comicfiguren nahekommt)
  • Popping (kurze und impulsive Bewegungen, die mechanisch erscheinen lassen)
  • Backslide (Fusion aus Locking, Popping und Boogaloo Style. Bsp. Moonwalk von Michael Jackson)
  • Uprocking (drei agressive Bewegungen,die am Boden enden)

Footworks und Freezes werden häufig auch als Styles zusammengefasst.

 

 

 

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